Die Geschichte des Fürther Stadtparks

Der Fürther Stadtpark, der im Jahr 1951 anlässlich der Gartenschau "Grünen und Blühen" von Stadtgartendirektor Hans Schiller konzipiert wurde, gilt noch heute als Gartendenkmal von nationaler Bedeutung.

Im Jahr 2001 feierte die zentrale Grünzone der Kleeblattstadt Jubiläum. Einmal mehr wurde deutlich, dass für die Menschen in Fürth ihr Stadtpark mehr ist, als nur ein wichtiges Wahrzeichen. Kaum eine Fürtherin oder ein Fürther, der nicht persönliche Erinnerungen mit dem Treffpunkt und Naherholungsgebiet Nummer Eins verbindet.

Der Park kann auf eine über 100 Jahre lange Geschichte blicken. Seine Ursprünge gehen zurück auf den Maschinenfabrikanten Johann Wilhelm Engelhardt (1816-1878). Engelhardt saß auch im Magistrat der Stadt Fürth, wo er Verschönerungskommissar war. In dieser Funktion ließ er 1867 hinter dem ehemaligen Friedhof rund um die Auferstehungskirche Fürth, auf dem Abhang zur Pegnitz hinunter, Bäume und Sträucher pflanzen. Die Anlage wurde bald erweitert. Später sorgten u.a. Engelhardts Witwe und der Spiegelfabrikant Johann Karl Zäh für eine Vergrößerung des Parks. Noch im 19. Jahrhundert wurde der Schwanenweiher angelegt. Nachdem der Friedhof um die Auferstehungskirche aufgelassen worden war, kam auch dieses Gelände 1910/11 zum Parkareal hinzu. Dessen Neugestaltung nahmen Stadtbaurat Otto Holzer und Stadtgartendirektor Alfred Babée in die Hand.
Im Jahr 1962 wurde der Park nochmals erweitert: Als man die Pegnitz begradigte, kamen Teile der Pegnitzwiesen zum Gelände hinzu. Auch drei Stege über den Fluss entstanden: Karlsteg, Engelhardtsteg und Röllingersteg. Der Fürther Stadtpark erfreut sich heute bei jungen wie alten Menschen in Fürth größter Beliebtheit - vor allem das Stadtparkrestaurant (die ehemalige "Milchgaststätte") mit seiner großen Terrasse. Auf der Freilichtbühne finden im Sommer Theateraufführungen, Konzerte und Lesungen statt.  

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Stadtpark stark beschädigt. Nach dem Krieg sollte er wieder neu erstehen. Da die Stadt Fürth im Jahr 1950 außerdem plante, anlässlich ihrer Großstadtwerdung eine Gartenschau zu veranstalten, schlug man zwei Fliegen mit einer Klappe:

Die Gartenschau sollte im Stadtpark stattfinden. Innerhalb nur eines knappen Jahres schaffte es der damalige Leiter des Gartenbauamts, Hans Schiller (1902-1991), den Stadtpark umzugestalten und die Gartenschau darin zu verwirklichen.

Eröffnet wurde sie unter dem Namen "Grünen und Blühen" am 11. Mai 1951. Über eine Million begeisterte Menschen besuchten sie.